SecretDNS
SecretDNS ist ein kostenloses Windows-Tool, das DNS-Abfragen per DNS over HTTPS verschlüsselt und DPI-Sperren mit SNI-Fragmentierung umgeht.
Version: 4.1.2| Entwickler | KILHO.NET |
|---|---|
| Version | 4.1.2 |
| Lizenz | Freeware |
| Betriebssystem | Windows, macOS |
| Sprachen der Oberfläche | Englisch, Koreanisch, Japanisch, Deutsch, Französisch |
| Dateigröße | 2.7 MB |
| Werbung / Zusatzangebote | Keine |
| Zuletzt aktualisiert | 2026-11-05 |

SecretDNS ist ein kostenloses Windows-Tool von KILHO.NET, das DNS over HTTPS und SNI-Fragmentierung kombiniert, um DPI-Sperren zu umgehen. Beim Aufruf einer Website sendet der Rechner zwei Angaben im Klartext: die DNS-Abfrage nach der IP-Adresse der Seite und den Seitennamen (SNI) im ersten Paket jeder HTTPS-Verbindung. Deep Packet Inspection (DPI), also die Paketinspektion durch Provider oder Netzwerkadministratoren, liest beides, um Verbindungen zu sperren oder auf Warnseiten umzuleiten. SecretDNS verschlüsselt DNS-Abfragen mit DNS over HTTPS (DoH) und zerlegt den SNI in Fragmente, womit beide Lücken geschlossen sind.
Das Programm richtet sich an alle, die verschlüsseltes DNS und SNI-Umgehung ohne Konfiguration mit einem einzigen Knopf einschalten wollen. Weil es die DNS-Einstellungen des Netzwerkadapters nie verändert, ist nach dem Beenden – oder nach einem Neustart im Fall eines Absturzes – alles wieder wie vorher. Ein VPN ist SecretDNS jedoch nicht: Es verbirgt weder die IP-Adresse noch verschlüsselt es den gesamten Datenverkehr, und am Arbeitsplatz oder in der Schule gelten die Netzwerkregeln der jeweiligen Organisation.
DNS-Abfragen werden verschlüsselt an einen DoH-Server wie Cloudflare geschickt. Eigene Server lassen sich hinzufügen und mehrere gleichzeitig auswählen; antwortet einer nicht, wechselt SecretDNS automatisch. Der Modus Servers nutzt unverschlüsseltes DNS wie 1.1.1.1.
Bei HTTPS- und HTTP-Verbindungen wird nur der Teil mit dem Seitennamen fragmentiert, sodass Prüfgeräte ihn nicht lesen können. Da alles andere unberührt bleibt, ist der Einfluss auf die Geschwindigkeit minimal. Die Option Fake Packet ergänzt eine weitere Umgehungsmethode für Netze, in denen Fragmentierung allein nicht reicht.
Rund 160 Domains, die durch Fragmentierung nicht mehr funktionieren, etwa Banken, Zahlungsdienste und Behördenseiten, sind als Ausnahmen hinterlegt. Alternativ wendet der manuelle Listenmodus (Fragmentⓜ) die Umgehung nur auf von Ihnen genannte Seiten an. Die standardmäßig aktive Option Browsers only beschränkt sie auf Browser wie Chrome, Edge, Firefox und Whale, sodass Spiele und Geschäftssoftware unberührt bleiben.
Seiten, die sich per DNS-Umgehung nicht öffnen lassen – etwa wenn die Seite selbst Verbindungen aus Ihrem Land mit Fehler 451 ablehnt –, können über einen Server im Ausland geleitet werden. Nur die eingetragenen Domains nehmen diesen Weg, der Rest der Verbindung behält die volle Geschwindigkeit.
Ein eigenes Fenster listet für jede Domain auf, was mit DNS- und SNI-Verkehr geschah, etwa verschlüsselt, fragmentiert, Klartext oder über Server. Die Tabelle lässt sich zur Fehlersuche in die Zwischenablage kopieren.
Vor dem Start prüft SecretDNS, ob der DNS-Server erreichbar ist; fällt er aus, bleibt das Internet nutzbar, und die Verschlüsselung setzt wieder ein, sobald er zurück ist. Auch Ruhezustand und WLAN-Wechsel übersteht die Verbindung.
DoH, SNI-Fragmentierung, Fake Packets, Ausnahmelisten und Mixed Proxy vereinen alle gängigen Methoden gegen DPI-Sperren in einem Programm. Der Bericht pro Domain zeigt schnell, warum eine bestimmte Seite nicht lädt.
Ein Klick auf das Schloss im Startbildschirm schaltet den Schutz ein, das Symbol im Infobereich dient ebenfalls als Schalter. Die Oberfläche gibt es in 22 Sprachen, auch auf Deutsch; während des Betriebs sind die Einstellungen gesperrt, für Änderungen muss SecretDNS also zuerst gestoppt werden.
Es gibt weder Werbung noch gebündelte Angebote, und da die Netzwerkeinstellungen von Windows nie verändert werden, bleibt nichts zurück. Aus Sicherheitsgründen und um Fehlalarme von Virenscannern zu vermeiden, zeigt das Programm beim Start einen Hinweis auf neue Versionen, statt sich selbst zu aktualisieren; Version 4.1.2 erschien am 31. Oktober 2026.
| Betriebssystem | Windows, macOS |
|---|---|
| Voraussetzungen | Windows 7 / 8.1 / 10 / 11 (32/64-bit) |
Ja. SecretDNS ist Freeware und darf im Unternehmen, zu Hause, in Behörden und Schulen ohne Einschränkung genutzt und frei weitergegeben werden.
Ein VPN leitet den gesamten Verkehr über einen anderen Server und ändert die IP-Adresse, SecretDNS behandelt dagegen nur DNS und SNI. Dadurch bremst es kaum, verbirgt aber auch nicht die IP-Adresse.
Kaum. Nur der Teil der Verbindung mit dem Seitennamen wird fragmentiert, alle anderen Daten gehen unverändert hinaus.
Nein. Die DNS-Einstellungen des Netzwerkadapters werden nie bearbeitet, nach dem Beenden oder einem Neustart nach Absturz ist das System also genau wie vorher.
Ja. Seit Version 4.1.2 werden Windows 7, 8.1 und ältere Builds von Windows 10 unterstützt, jeweils in 32 und 64 Bit.
SecretDNS ist ein empfehlenswertes kostenloses Tool für Windows-Nutzer, die DNS-Mitlesen und SNI-basierte Sperren ohne Einrichtung umgehen wollen. Die Bedienung per Klick, das Konzept ohne Eingriff in die Windows-Einstellungen und die erlaubte Nutzung in Firmen bringen unsere Redaktionswertung von 5 von 5.
Redaktionswertung 5/5