VLC media player

VLC media playerfür Windows

VLC media player ist ein kostenloser Open-Source-Videoplayer, der fast jedes Video- und Audioformat ohne Codec-Pack wiedergibt.

Version: 3.0.24
Redaktionswertung 4/5

Auf einen Blick

EntwicklerVideoLAN
Version3.0.24
LizenzOpen source (GPL-2.0)
BetriebssystemWindows, macOS, Linux
Sprachen der OberflächeEnglisch, Koreanisch, Japanisch, Deutsch, Französisch
Dateigröße44.1 MB
Werbung / ZusatzangeboteKeine
Zuletzt aktualisiert2026-11-05

Überblick

VLC media player ist ein kostenloser Open-Source-Videoplayer der französischen Non-Profit-Organisation VideoLAN. Er bringt alle nötigen Codecs mit – also die Komponenten, die komprimiertes Video und Audio dekodieren –, sodass Formate wie MPEG-2, MPEG-4, H.264, MKV, WebM, WMV und MP3 ohne zusätzliches Codec-Pack laufen. Neben Dateien öffnet er im selben Fenster auch DVDs, Audio-CDs, Webcams und Netzwerkstreams.

VLC passt zu allen, die einen Player für jede beliebige Datei suchen, und zu allen, die einen Player ohne Werbung wollen. Unterstützt wird alles von Windows XP SP3 bis Windows 11, in 32-Bit-, 64-Bit- und ARM64-Versionen, sodass er auch auf alten PCs und ARM-Laptops läuft; die Oberfläche gibt es auf Deutsch. Dafür wirkt das Design schlicht und altbacken, und die erweiterten Einstellungen sind so umfangreich, dass die Feinabstimmung von Bild oder Untertiteln eine lange Suche durch Menüs bedeuten kann.

Wichtige Funktionen

Eingebaute Codecs

Wichtige Video-, Audio- und Containerformate wie MKV, MP4, AVI, WebM und FLAC laufen ohne Codec-Pack. Version 3.0.24 aktualisierte das mitgelieferte FFmpeg auf 8.1.2 und ergänzte ATRAC-Dekodierung. Auch Webcams und Capture-Geräte lassen sich als Quelle öffnen.

Hardware-Dekodierung

Seit Version 3.0 ist die Hardware-Dekodierung per GPU standardmäßig aktiv und sorgt für flüssige 4K- und 8K-Wiedergabe; kann die GPU ein Format nicht verarbeiten, wechselt VLC automatisch zur Software-Dekodierung. 10-Bit- und HDR-Videos werden per Tone-Mapping für normale Bildschirme umgerechnet.

Discs und Streams

VLC spielt DVDs, VCDs, Audio-CDs und Blu-ray-Java-Menüs (BD-J) ab und öffnet Streams über HTTP, FTP, UDP/RTP und MMS. Zudem durchsucht er SMB-, NFS-, FTP- und SFTP-Freigaben sowie NAS-Laufwerke und spielt Dateien direkt von dort ab.

Untertitel

Text- und Bild-Untertitel wie SubRip (SRT), SSA und VobSub werden unterstützt, und das Timing lässt sich vor- oder zurückverschieben. Version 3.0.24 ergänzte CEA-708-Untertitel in MP4-Dateien.

Chromecast und 360-Grad-Video

Über den Renderer im Menü Wiedergabe senden Sie Videos an einen Chromecast, wobei nicht unterstützte Formate umgewandelt werden. 360-Grad-Videos und 3D-Audio im Ambisonics-Format werden unterstützt.

Filter und Erweiterungen

Video- und Audiofilter passen Helligkeit, Farbe, Drehung und Klangeffekte an. Skins, ein Skin-Editor und Erweiterungen verändern das Aussehen und ergänzen Funktionen.

Bewertung

Funktionen

Die Abdeckung von Formaten und Quellen ist außergewöhnlich breit, und Hardware-Dekodierung, HDR-Tone-Mapping, Zugriff auf Netzwerkfreigaben und Chromecast-Ausgabe decken die meisten Wiedergabewünsche ab. Version 3.0.24 vom 22. September 2026 brachte über 130 Sicherheitskorrekturen und Updates für 49 Fremdbibliotheken.

Bedienung

Eine Datei ins Fenster ziehen genügt, um die Wiedergabe zu starten, die Grundbedienung ist also einfach, und die Oberfläche ist in viele Sprachen übersetzt, darunter Deutsch. Menüaufbau und Design wirken jedoch alt, und die erweiterten Einstellungen enthalten so viele Einträge, dass Gelegenheitsnutzer eine Option kaum finden.

Stabilität und Sicherheit

Laut VideoLAN enthält VLC weder Spyware noch Werbung noch Nutzer-Tracking. Der Quellcode ist unter der GPL-2.0 veröffentlicht und für jeden prüfbar, Sicherheitsupdates erscheinen regelmäßig. Wer von der offiziellen Website lädt, vermeidet umgepackte Installer von anderen Seiten.

Vor- und Nachteile

Vorteile

  • Spielt fast jedes Format ohne Codec-Pack
  • Open Source ohne Werbung, Spyware oder Tracking
  • Hardware-Dekodierung und HDR-Tone-Mapping
  • Windows XP SP3 bis Windows 11, auch ARM64
  • Installer, MSI, ZIP und 7z verfügbar

Nachteile

  • Altbackenes Design der Oberfläche
  • Erweiterte Einstellungen ausufernd und unübersichtlich
  • Update-Hinweise erfordern weiterhin manuelle Installation

Alternativen

  • PotPlayer — Ein kostenloser Player von Kakao mit sehr detaillierten Bild- und Untertiteleinstellungen.
  • GOM Player — Ein koreanischer Player mit eingebauter Untertitelsuche; die kostenlose Version zeigt Werbung.
  • mpv — Ein minimalistischer Open-Source-Player, gesteuert über Befehlszeile und Konfigurationsdateien, mit umfangreicher Videobearbeitung.

Systemanforderungen

BetriebssystemWindows, macOS, Linux
VoraussetzungenWindows XP SP3 – Windows 11

Häufige Fragen

Ist VLC media player kostenlos?

Ja, vollständig. VLC ist Open-Source-Software unter der GPL-2.0 ohne Werbung oder kostenpflichtige Funktionen und darf auch beruflich kostenlos genutzt werden.

Läuft VLC unter Windows 11?

Ja. VLC 3.0.24 unterstützt Windows XP SP3 bis Windows 11 und ist als 32-Bit-, 64-Bit- und ARM64-Version erhältlich.

Muss ich für VLC Codecs installieren?

Nein. VLC bringt die nötigen Codecs mit, MKV, MP4, WebM und die meisten anderen Formate laufen also sofort.

Ist der Download von VLC sicher?

Die Version von videolan.org ist laut VideoLAN frei von Spyware, Werbung und Nutzer-Tracking, und der Quellcode ist öffentlich. Umgepackte Installer von inoffiziellen Seiten meiden Sie besser.

Gibt es VLC als portable Version?

Ja. Die offizielle Download-Seite bietet ZIP- und 7z-Pakete an, die nach dem Entpacken ohne Installation laufen.

Fazit

VLC media player ist eine verlässliche Wahl für Windows-Nutzer, die einen werbefreien Player für fast jede Datei brauchen. Formatvielfalt, Hardware-Dekodierung und transparente Open-Source-Entwicklung stechen hervor, die altbackene Oberfläche und die ausufernden Einstellungen begrenzen unsere Redaktionswertung jedoch auf 4 von 5.

Redaktionswertung 4/5