Vivaldi
Vivaldi ist ein kostenloser Browser auf Chromium-Basis, der Tab-Verwaltung, Werbeblocker, Mail und Kalender direkt in den Browser einbaut.
Version: 8.3.4191.26| Entwickler | Vivaldi Technologies |
|---|---|
| Version | 8.3.4191.26 |
| Lizenz | Freeware |
| Betriebssystem | Windows, macOS, Linux |
| Sprachen der Oberfläche | Englisch, Koreanisch, Japanisch, Deutsch, Französisch |
| Dateigröße | 152.6 MB |
| Werbung / Zusatzangebote | Keine |
| Zuletzt aktualisiert | 2026-11-05 |
Vivaldi ist ein kostenloser Browser des norwegischen Unternehmens Vivaldi Technologies. Er nutzt dieselbe Chromium-Engine wie Chrome, Websites werden also wie gewohnt dargestellt, und die meisten Erweiterungen aus dem Chrome Web Store lassen sich normal installieren. Der Unterschied liegt im Umfang des Eingebauten: Tab-Stapel zum Gruppieren, Tab-Tiling für mehrere Seiten in einem Fenster, Arbeitsbereiche zum Trennen von Tab-Sammlungen und dazu Mail-Programm, Kalender, Feedreader, Notizen, Übersetzung und ein Blocker für Werbung und Tracker.
Vivaldi passt zu allen, die Dutzende Tabs offen haben und Symbolleisten, Tastenkürzel und Mausgesten an ihre Arbeitsweise anpassen wollen. Die Oberfläche ist auch auf Deutsch verfügbar, und der Browser läuft unter Windows, macOS und Linux. Wer einfach nur einen schlichten Browser sucht, wird von der Menge an Einstellungen jedoch leicht überfordert, und während Vivaldi seine Chromium-Änderungen veröffentlicht, ist die Bedienoberfläche Closed Source unter einer proprietären Lizenz.
Ziehen Sie einen Tab auf einen anderen, entsteht ein Tab-Stapel, der die Tableiste aufgeräumt hält. Tab-Tiling ordnet ausgewählte Tabs nebeneinander in einem Fenster an, praktisch zum Vergleichen oder Nachschlagen. Tab Hibernation gibt Speicher von Tabs frei, die länger nicht genutzt wurden.
Die Tableiste lässt sich senkrecht links oder rechts anordnen; Version 8.3 ergänzte eine Option, die nur Favicons zeigt, bis der Mauszeiger über der Leiste steht. Arbeitsbereiche trennen Tabs nach Thema, etwa Arbeit und Privat, und wechseln zwischen ihnen.
Werbung und Tracker werden ohne Erweiterung blockiert. In 8.3 wurde der Blocker neu gebaut, mit den Stufen Off, Light, Strong und Aggressive sowie einer eigenen Stufe, die Sperrlisten von einer URL oder aus einer lokalen Datei lädt. Auch Cookie-Banner lassen sich ausblenden.
Ein Mail-Programm für IMAP-Konten, ein Kalender und ein RSS-Feedreader sind im Browser enthalten. Der Feedreader zeigt nur abonnierte Seiten, ohne algorithmische Empfehlungen.
Häufig genutzte Seiten heften Sie als Web-Panels an die Seitenleiste und öffnen sie neben der aktuellen Seite. Notizen, Downloads und Verlauf öffnen sich in derselben Seitenleiste.
Tastenkürzel und Mausgesten sind frei konfigurierbar, und die Schnellbefehle durchsuchen Menüs und Aktionen nach Namen. Befehlsketten (Command Chains) fassen mehrere Aktionen zu einem Befehl zusammen, der sie nacheinander ausführt.
Mit Tab-Verwaltung, Werbeblocker, Mail, Kalender, Übersetzung und Bildschirmfoto in einem Paket bietet Vivaldi einen der größten eingebauten Funktionsumfänge unter den verbreiteten Browsern. Aufgaben, für die sonst mehrere Erweiterungen nötig wären, erledigt er ab Werk.
Im Auslieferungszustand verhält sich Vivaldi wie jeder andere Browser, und die Oberfläche gibt es in vielen Sprachen, darunter Deutsch. Die Einstellungsseiten sind jedoch lang, und manche Funktionen überschneiden sich, sodass die Suche nach einer bestimmten Option dauern kann.
Der Werbe- und Trackerblocker ist eingebaut, und das Unternehmen gibt an, Nutzer weder zu verfolgen noch Profile zu erstellen; erfasst werden nur Gesamtzahlen wie Nutzeranzahl, Betriebssystem und ungefähre Region. Einnahmen kommen aus Verträgen mit Suchmaschinen und Partner-Lesezeichen in der Schnellwahl, die sich entfernen lassen. Updates mit Chromium-Sicherheitskorrekturen erscheinen regelmäßig.
| Betriebssystem | Windows, macOS, Linux |
|---|---|
| Voraussetzungen | Windows (64-bit, ARM64 and 32-bit builds; no minimum version stated) |
Ja. Vivaldi lässt sich kostenlos herunterladen und nutzen; das Unternehmen finanziert sich über Partnerschaften mit Suchmaschinen und Partner-Lesezeichen.
Ja. Da Vivaldi auf Chromium basiert, lassen sich die meisten Erweiterungen aus dem Chrome Web Store installieren und nutzen.
Laut Vivaldi Technologies verfolgt der Browser Nutzer nicht und erstellt keine Profile; erfasst werden nur Gesamtdaten wie Nutzeranzahl, Betriebssystem und ungefähre Region.
Nicht vollständig. Die Chromium-Änderungen und der C++-Backend-Code sind unter einer BSD-Lizenz veröffentlicht, die Bedienoberfläche ist jedoch Closed Source.
Ja. Vivaldi enthält einen Werbe- und Trackerblocker mit mehreren Stufen und eigenen Sperrlisten, eine Erweiterung ist also nicht nötig.
Vivaldi lohnt einen Versuch für Vielnutzer von Tabs, die den Browser an ihre Arbeitsweise anpassen wollen. Tab-Werkzeuge und eingebaute Apps sind herausragend, doch die komplexen Einstellungen, die geschlossene Bedienoberfläche und die von Partnern geprägten Voreinstellungen führen zu unserer Redaktionswertung von 3 von 5.
Redaktionswertung 3/5