RustDesk

RustDeskfür Windows

RustDesk ist eine kostenlose Open-Source-Fernwartungssoftware, die PCs per ID und Passwort verbindet und eigene Server unterstützt.

Version: 1.5.1
Redaktionswertung 4/5

Auf einen Blick

EntwicklerPurslane Tech Pte. Ltd.
Version1.5.1
LizenzOpen source (AGPL-3.0)
BetriebssystemWindows, macOS, Linux
Sprachen der OberflächeEnglisch, Koreanisch, Japanisch, Deutsch, Französisch
Dateigröße25.0 MB
Werbung / ZusatzangeboteKeine
Zuletzt aktualisiert2026-11-05

Überblick

RustDesk ist eine kostenlose Open-Source-Fernwartungssoftware von Purslane Tech aus Singapur und steht unter der AGPL-3.0. Sie starten das Programm auf beiden Rechnern, geben ID und Passwort der Gegenseite ein und sehen und steuern den entfernten Bildschirm ohne weitere Einrichtung. Standardmäßig laufen Verbindungen über Relay-Server des Entwicklers; Sie können den kostenlosen Open-Source-Server aber selbst betreiben, sodass die Verbindungsdaten die eigene Infrastruktur nicht verlassen – der wichtigste Unterschied zu TeamViewer und AnyDesk.

RustDesk eignet sich für Privatleute, die Familie und Freunden am PC helfen, und für IT-Abteilungen, die Daten der Fernwartung auf firmeneigenen Servern halten müssen. Clients gibt es für Windows, macOS, Linux, Android und iOS sowie einen Web-Client, die Oberfläche ist auch auf Deutsch verfügbar. Für den eigenen Server braucht es allerdings etwas Erfahrung mit Docker oder ähnlicher Serververwaltung, und Verwaltungsfunktionen wie Web-Konsole, Audit-Log und SSO sind dem kostenpflichtigen Server Pro vorbehalten.

Wichtige Funktionen

Zugriff per ID und Passwort

Beim Start zeigt RustDesk ID und Passwort des PCs an; wer beides auf einem anderen Gerät eingibt, startet die Sitzung. Portweiterleitungen am Router oder andere Netzwerkeinstellungen sind nicht nötig.

Eigener Server

Die Rendezvous- und Relay-Server, die Verbindungen vermitteln, lassen sich auf einem eigenen Rechner installieren. Der Open-Source-Server ist kostenlos, die offizielle Dokumentation beschreibt eine Einrichtung mit Docker. Sobald der Client auf Ihre Serveradresse zeigt, laufen keine Verbindungen mehr über die Server des Entwicklers.

Ende-zu-Ende-Verschlüsselung

Direkte Peer-to-Peer-Verbindungen nutzen eine Ende-zu-Ende-Verschlüsselung auf Basis von NaCl, das heißt, nur die beiden Endpunkte können die Daten lesen. Mit eigenem Server bleiben auch die Verbindungsmetadaten im eigenen System.

Dateiübertragung und TCP-Tunnel

Während einer Sitzung lassen sich Dateien zwischen den beiden Rechnern senden. Ein TCP-Tunnel leitet einen Port der Gegenseite auf Ihren PC weiter, etwa um eine Remotedesktopverbindung (RDP) zu erreichen.

Ohne Installation

Unter Windows läuft die heruntergeladene Datei ohne Installation und ohne Administratorrechte; Rechte lassen sich bei Bedarf lokal oder aus der Ferne erhöhen. Für dauerhaften unbeaufsichtigten Zugriff installieren Sie RustDesk stattdessen als normales Programm.

Viele Plattformen

Version 1.5.1 bietet Windows-Installer für x64 und ARM64 als EXE und MSI sowie eine ältere 32-Bit-Version. Dazu kommen Apps für macOS, Linux, Android und iOS und ein Web-Client im Browser.

Bewertung

Funktionen

Fernsteuerung, Dateiübertragung, TCP-Tunnel und eigener Server bieten Privatleuten und kleinen Teams alles Nötige ohne Kosten. Funktionen zur Verwaltung vieler Nutzer und Geräte stecken im kostenpflichtigen Server Pro.

Bedienung

Der Austausch von ID und Passwort macht die erste Verbindung auch für Einsteiger einfach, und der Client bringt über 50 Sprachdateien mit, darunter Deutsch. Der Aufbau eines eigenen Servers gelingt dagegen nur mit etwas Erfahrung in der Serveradministration.

Stabilität und Sicherheit

Der Quellcode liegt öffentlich auf GitHub, und die Entwicklung ist aktiv; Version 1.5.1 erschien am 1. November 2026. Die Entwickler untersagen ausdrücklich Missbrauch wie unbefugten Zugriff, und ID und Passwort sollten Sie niemals Fremden geben, die danach fragen.

Vor- und Nachteile

Vorteile

  • Open Source (AGPL-3.0), privat und beruflich kostenlos
  • Eigener Relay-Server hält Daten im Haus
  • Läuft ohne Installation
  • Clients für Windows, macOS, Linux, Mobil und Web
  • Dateiübertragung und TCP-Tunnel inklusive

Nachteile

  • Eigener Server erfordert Docker- oder Serverkenntnisse
  • Web-Konsole, Audit-Log und SSO nur mit Server Pro
  • Für 32-Bit-Windows nur eine ältere Version

Alternativen

  • TeamViewer — Das bekannteste kommerzielle Fernwartungsprogramm ist privat kostenlos, verlangt für Firmen ein Abo und bietet keinen eigenen Server.
  • AnyDesk — Eine schlanke kommerzielle Fernwartungs-App mit kostenloser Privatnutzung und kostenpflichtigen Lizenzen für Unternehmen.
  • Chrome Remote Desktop — Ein kostenloses Werkzeug, das über ein Google-Konto verbindet; die Einrichtung ist einfach, Funktionen wie Dateiübertragung sind aber rudimentär.

Systemanforderungen

BetriebssystemWindows, macOS, Linux
VoraussetzungenVom Entwickler nicht angegeben

Häufige Fragen

Ist RustDesk für Firmen kostenlos?

Ja. Client und Open-Source-Server sind unter der AGPL-3.0 kostenlos, auch für Unternehmen. Verwaltung mehrerer Nutzer und Geräte, Web-Konsole und SSO erfordern den kostenpflichtigen Server Pro, der jährlich abgerechnet wird.

Ist RustDesk sicher?

RustDesk ist Open Source, und direkte Verbindungen nutzen eine Ende-zu-Ende-Verschlüsselung auf NaCl-Basis. Da Betrüger Fernwartungsprogramme oft missbrauchen, geben Sie ID und Passwort niemals an Unbekannte weiter.

Kann ich einen eigenen RustDesk-Server betreiben?

Ja. Installieren Sie den kostenlosen Open-Source-Server, zum Beispiel mit Docker, und tragen Sie seine Adresse in den Netzwerkeinstellungen des Clients ein.

Gibt es RustDesk auf Deutsch?

Ja. Die Oberfläche von RustDesk ist auf Deutsch verfügbar; der Client enthält über 50 Sprachdateien.

Kann ich meinen PC mit RustDesk vom Handy aus steuern?

Ja. RustDesk bietet Apps für Android und iOS, die sich aus der Ferne mit einem PC verbinden.

Fazit

RustDesk ist eine starke Wahl für Privatleute, die Fernwartung ohne kommerzielle Lizenzgrenzen wollen, und für Organisationen, die Verbindungsdaten auf eigenen Servern brauchen. Die Open-Source-Lizenz und der mögliche Eigenbetrieb überzeugen, doch der Aufwand für den eigenen Server und die kostenpflichtigen Verwaltungsfunktionen führen zu unserer Redaktionswertung von 4 von 5.

Redaktionswertung 4/5