LosslessCut
LosslessCut ist ein kostenloses Open-Source-Programm, das Video- und Audiodateien verlustfrei kürzt, teilt und zusammenfügt, ohne sie neu zu kodieren.
Version: 3.70.2| Entwickler | Mikael Finstad |
|---|---|
| Version | 3.70.2 |
| Lizenz | Open source (GPL-2.0) |
| Betriebssystem | Windows, macOS, Linux |
| Sprachen der Oberfläche | Englisch, Koreanisch, Japanisch, Deutsch, Französisch |
| Dateigröße | 144.7 MB |
| Werbung / Zusatzangebote | Keine |
| Zuletzt aktualisiert | 2026-11-05 |
LosslessCut ist ein Open-Source-Programm von Mikael Finstad, mit dem Sie Videos verlustfrei schneiden. Gewöhnliche Schnittprogramme kodieren das Video beim Speichern neu, was dauert und jedes Mal etwas Qualität kostet. LosslessCut kopiert dagegen mit dem mitgelieferten FFmpeg die Originaldaten rund um die Schnittpunkte und holt so in Sekunden einen Ausschnitt aus mehreren Gigabyte großen Aufnahmen von Actioncam, Drohne oder Bildschirmrecorder, in unveränderter Qualität.
Das Werkzeug eignet sich für alle, die Anfang und Ende langer Aufnahmen kürzen, nur einige Abschnitte behalten und zusammenfügen oder eine Audio- oder Untertitelspur herauslösen möchten. Es läuft unter Windows, macOS und Linux, und die Oberfläche ist in viele Sprachen übersetzt, darunter Deutsch. Effekte, eingebrannte Untertitel oder eine andere Auflösung sind jedoch nicht möglich, da sie eine Neukodierung erfordern, und weil Schnitte an Keyframes einrasten, eignet es sich nicht für bildgenaue Bearbeitung.
Abschnitte markieren Sie auf der Zeitleiste mit Start- und Endpunkt und exportieren sie ohne Neukodierung. Sie lassen sich als einzelne Dateien speichern oder zu einer zusammenfassen, und durch Umkehren der Auswahl entfernen Sie stattdessen einen Mittelteil.
Mehrere Dateien mit gleichen Codecs werden ohne Neukodierung zu einer verbunden, praktisch bei Aufnahmen, die eine Kamera in mehrere Teile zerlegt hat.
Video-, Audio- und Untertitelspuren einer Datei lassen sich hinzufügen, entfernen, ersetzen oder extrahieren, etwa um nur den Ton einer Vorlesung zu speichern oder eine unerwünschte Sprachspur zu streichen.
Der Container wird gewechselt, zum Beispiel von MKV zu MP4, ohne die kodierten Datenströme anzutasten. Da nichts neu komprimiert wird, verläuft die Umwandlung schnell und verlustfrei.
Szenenwechsel, Schwarzbilder und Stille lassen sich erkennen und zum Aufteilen einer Datei in Abschnitte nutzen. Abschnittslisten werden als Kapitel, CSV oder EDL importiert oder exportiert.
Das aktuelle Bild speichern Sie als Grafik oder exportieren viele Bilder auf einmal. Eine Kommandozeilenschnittstelle und eine HTTP-API ermöglichen die Automatisierung wiederkehrender Aufgaben.
Schneiden, Zusammenfügen, Spurbearbeitung, Remuxing und automatische Abschnittserkennung decken fast alles ab, was verlustfreie Bearbeitung leisten kann. Effekte, eingebrannte Untertitel und Größenänderung sind bewusst ausgeklammert, da sie eine Neukodierung erfordern.
Datei hineinziehen, Abschnitte markieren und Export drücken ist einfach. Beginnt ein Schnitt wegen der Keyframes früher als erwartet, muss man allerdings verstehen, wie verlustfreies Schneiden funktioniert, anfangs sind daher einige Versuche normal.
Das Projekt ist quelloffen, und laut Entwickler enthält es weder Werbung noch Tracking. Die Windows-Version auf GitHub ist nicht codesigniert, weshalb Windows oder Virenscanner Warnungen anzeigen können; eine signierte, kostenpflichtige Microsoft-Store-Version wird ebenfalls angeboten. Die Entwicklung ist aktiv, 3.70.2 erschien am 28. Oktober 2026.
| Betriebssystem | Windows, macOS, Linux |
|---|---|
| Voraussetzungen | Windows 10/11 (64-bit) |
Ja. LosslessCut ist kostenlos und quelloffen und kann gratis von GitHub geladen werden. Die kostenpflichtigen Versionen im Microsoft Store und Mac App Store unterstützen den Entwickler und bieten automatische Updates; unter Windows ist die Store-Version zudem codesigniert.
Ein verlustfreier Schnitt kann nur an einem Keyframe beginnen, daher startet LosslessCut am nächsten Keyframe vor Ihrem Startpunkt. Setzen Sie den Startpunkt auf oder einige Bilder hinter einen auf der Zeitleiste angezeigten Keyframe, wird das Ergebnis genauer.
Ja. Die Oberfläche von LosslessCut ist unter anderem ins Deutsche übersetzt.
Nein, es gibt keinen Installer. Unter Windows entpacken Sie das 7z-Archiv und starten LosslessCut.exe; Einstellungen und temporäre Dateien landen in %APPDATA%\LosslessCut, weshalb der Entwickler es nicht als vollständig portabel bezeichnet.
Aktuelle Versionen nicht. Die Unterstützung für Windows 8.1 und älter endete in der Reihe 3.5x, die neueste Version unterstützt offiziell nur 64-Bit-Windows 10 und 11.
LosslessCut ist eine klare Empfehlung für alle, die schnell und ohne Qualitätsverlust Ausschnitte aus langen Videos schneiden möchten. Tempo, Qualitätserhalt und Spurwerkzeuge sind hervorragend, die Keyframe-Grenzen und die unsignierte GitHub-Version begrenzen unsere Redaktionswertung jedoch auf 4 von 5 Punkten.
Redaktionswertung 4/5