Everything

Everythingfür Windows

Everything ist eine kostenlose Dateisuche für Windows, die Datei- und Ordnernamen indiziert und Treffer bereits während der Eingabe anzeigt.

Version: 1.4.1.1032
Redaktionswertung 4/5

Auf einen Blick

Entwicklervoidtools
Version1.4.1.1032
LizenzFreeware
BetriebssystemWindows
Sprachen der OberflächeEnglisch, Koreanisch, Japanisch, Deutsch, Französisch
Dateigröße1.9 MB
Werbung / ZusatzangeboteKeine
Zuletzt aktualisiert2026-11-05

Überblick

Everything ist eine kostenlose Dateisuche für Windows von voidtools. Statt bei jeder Anfrage die Festplatte zu durchsuchen, liest das Programm die Dateiliste von NTFS-Laufwerken und legt einen Index nur aus Datei- und Ordnernamen an, sodass sich die Ergebnisse mit jedem Tastendruck eingrenzen. Laut offizieller FAQ dauert die Indizierung von rund 250.000 Dateien auf einer frischen Windows-11-Installation etwa fünf Sekunden, bei einer Million Dateien etwa eine Minute.

Das Programm eignet sich für alle, die regelmäßig vergessen, wo eine Datei gespeichert ist, oder denen die integrierte Windows-Suche zu langsam ist. Wer als Entwickler oder im Büro mit Tausenden Dateien arbeitet, kann mit der Suchsyntax noch mehr herausholen. Geht es aber vor allem darum, Dokumente nach ihrem Inhalt statt nach dem Namen zu finden, ist ein Desktop-Suchprogramm mit Volltextindex die bessere Wahl.

Wichtige Funktionen

Sofortige Namenssuche

Passende Dateien und Ordner erscheinen in der Liste, sobald Sie zu tippen beginnen. Da gegen den Namensindex gesucht wird, liest das Programm die Festplatte nicht erneut ein; bei einer Million Dateien liegt der Speicherbedarf bei etwa 100 MB.

Index in Echtzeit

Auf NTFS-Laufwerken folgt der Index dem USN-Änderungsjournal, sodass neue, umbenannte und gelöschte Dateien sofort in den Ergebnissen auftauchen. Ein manueller Neuaufbau des Index ist nicht nötig.

Suchsyntax

Ein Leerzeichen bedeutet UND, | steht für ODER und ! schließt einen Begriff aus. Die Platzhalter * und ? werden unterstützt, und ein Pfad wie downloads\ .mp3 beschränkt die Suche auf einen Ordner. Reguläre Ausdrücke lassen sich im Menü Suchen aktivieren.

Inhaltssuche

Die Funktion content: durchsucht den Text in Dateien. Da Dateiinhalte nicht indiziert werden, ist das deutlich langsamer als die Namenssuche und funktioniert am besten zusammen mit einem Ordner- oder Erweiterungsfilter.

Externe und Netzwerkordner

FAT32- und exFAT-Laufwerke, verbundene Netzlaufwerke und NAS-Freigaben lassen sich in den Optionen unter Ordner als Ordnerindex hinzufügen. Ordnerindizes können das NTFS-Journal nicht nutzen und sind je nach Einstellung auf regelmäßige Neuscans angewiesen.

ETP- und HTTP-Server

Über den integrierten HTTP-Server durchsucht ein Webbrowser auf einem anderen PC oder Smartphone die Dateien dieses Rechners, über den ETP-Server fragt eine andere Everything-Installation den Index aus der Ferne ab. Eine Lite-Version ohne Server ist ebenfalls erhältlich.

Bewertung

Funktionen

Der Kern, die sofortige Namenssuche mit Echtzeit-Aktualisierung, ist hervorragend, und Suchsyntax, Inhaltssuche und Fernzugriff erweitern ihn weit über das Grundlegende hinaus. Einzige klare Grenze ist der fehlende Inhaltsindex.

Bedienung

Nach der Installation tippen Sie einfach ins Suchfeld, der Einstieg gelingt mühelos. Die mehrsprachige Version bietet zahlreiche Oberflächensprachen, darunter Deutsch, und Syntax wie Optionen lassen sich nach und nach erlernen.

Stabilität und Sicherheit

Werbung oder Beigaben gibt es nicht, und laut voidtools arbeitet Everything vollständig offline ohne Telemetrie oder Erfassung von Nutzerdaten. Die NTFS-Indizierung erfordert Administratorrechte oder den Everything-Dienst, und die nächste Hauptversion 1.5 ist im November 2026 noch Beta.

Vor- und Nachteile

Vorteile

  • Treffer erscheinen schon beim Tippen
  • Index bleibt in Echtzeit aktuell
  • Geringer Speicher- und Platzbedarf
  • Kostenlos, auch für Firmen
  • Keine Werbung, keine Telemetrie

Nachteile

  • Dateiinhalte nicht indiziert, Inhaltssuche langsam
  • NTFS-Index braucht Adminrechte oder den Dienst
  • Für FAT- und Netzwerkordner keine garantierte Echtzeit-Aktualisierung
  • Fortgeschrittene Nutzung erfordert Einarbeitung in die Syntax

Alternativen

  • WizFile — Verfolgt einen ähnlichen Ansatz, liest die NTFS-Dateitabelle direkt für schnelle Namenssuchen und ist privat kostenlos.
  • Listary — Verbindet Dateisuche mit einem Programmstarter, funktioniert in Öffnen- und Speichern-Dialogen und ist kostenlos sowie kostenpflichtig erhältlich.

Systemanforderungen

BetriebssystemWindows
VoraussetzungenWindows XP / Vista / 7 / 8 / 10 / 11

Häufige Fragen

Darf man Everything kostenlos im Unternehmen nutzen?

Ja. Everything ist Freeware unter einer freizügigen Lizenz nach MIT-Art, die Nutzung, Kopie und Weitergabe erlaubt, also auch den Einsatz im Beruf; Spenden sind freiwillig.

Kann Everything in Dateien suchen?

Ja, aber langsam. Die Funktion content: durchsucht Dateiinhalte, die nicht indiziert sind, weshalb Sie die Suche am besten nach Ordner oder Dateiendung eingrenzen.

Gibt es Everything auf Deutsch?

Ja. Die mehrsprachige Version (Multilingual) bietet unter anderem eine deutsche Benutzeroberfläche.

Gibt es Everything als portable Version?

Ja. voidtools bietet neben den Installern portable ZIP-Downloads an, jeweils als 32-Bit- und 64-Bit-Version.

Ist Everything 1.5 eine stabile Version?

Noch nicht. Im November 2026 wird Version 1.5 als Beta verteilt, die aktuelle stabile Version ist 1.4.1.1032.

Fazit

Everything ist eine klare Empfehlung für alle Windows-Nutzer, die Dateien über ihren Namen finden. Sofortige Treffer, Echtzeit-Index, geringer Ressourcenbedarf und eine Lizenz, die auch Firmen einschließt, ergeben unsere Redaktionswertung von 4 von 5 Punkten; zur Höchstwertung fehlen ein Inhaltsindex und eine stabile Version 1.5.

Redaktionswertung 4/5